Helmut Morant

Der Kölner Karneval lebt vom ehrenamtlichen Engagement – das weiß jeder, der sich in Köln ein wenig für die Organisation dieses einzigartigen Festes interessiert. Es sind die stillen Helden, die meist nicht im Rampenlicht stehen, ohne die Sitzungen oder Karnevalszüge quer durch Köln aber undenkbar wären. „Genau die wollen wir in dieser Saison mal nach oben auf die Bühne holen", so Bauer Michael. Und das ganz wörtlich: Das Dreigestirn ehrt in dieser Session bei vielen Veranstaltungen Karnevalisten, die sonst im Hintergrund vielfältige Aufgaben übernehmen, auf der Bühne. Daneben gab es in dieser Woche auf der Veranstaltungsbühne in der Hofburg im Pullmann-Hotel sogar eine eigene Veranstaltung nur für die „Helden des Karnevals".

De Plaggeköpp machten Kinder glücklich

Riehl (hub). Lauter Jubel kam aus dem Zimmer einer 17-jährigen Patientin. Gerade wurde ihr von den Plaggeköpp ein Plüschelefant geschenkt. Aber auch Edda, Nane, Vivien, Philipp sowie viele andere Kinder freuten sich über ihre Geschenke.

"De Plaggeköpp vun 98" sind ein Stammtisch von Standartenträgern der dem Festkomitee Kölner Karneval angeschlossenen Karnevalsgesellschaften. Der Stammtisch wurde 1998 nach der Proklamation des Dreigestirns in der Schreckenskammer in der Ursulastraße gegründet. Wir haben zur Zeit ca. 80 Mitglieder aus verschiedenen Kölner Karnevalsgesellschaften.

Was machen die Plaggeköpp eigentlich ?

Die Sommerfahrt „De Plaggeköpp vun 98" ging dieses Jahr zum Tagebau Garzweiler. Morgens um 09.00 Uhr trafen sich die Plaggeköpp am Neumarkt. Von dort ging es in 45 Minuten Fahrt zum Informationszentrum der RWE nach Garzweiler. In einer halbstündigen Informationsveranstaltung wurde über den Tagebau Garzweiler berichtet, das rheinische Braunkohlerevier zwischen Köln, Aachen und und Neuss. Jedes Jahr werden in den drei Tagebauen 100 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Auch wurde über die geplante Umsiedlung von Ortschaften berichtet, die in den nächsten Jahren stattfinden wird.